Tabaksetzling
Tabaksetzling

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Anleitungen für Einsteiger

Ist mein Boden geeignet?

Die Bodenqualität beeinflusst Intensität und Charakteristik des Tabakblattes am nachhaltigsten. Tabak gedeiht beispielsweise überall dort sehr gut, wo auch der Mais gut wächst. Die beste Qualität bringt er bei einer ausgeglichenen Nährstoff-Zusammensetzung und einer gewissen Luftigkeit des Bodens hervor. Dieser sollte eher sandig und nicht zu lehmig sein, da die Wurzeln auch Luft benötigen. Er sollte auch vor der Auspflanzung mit der Hacke gut gelockert werden.


Bild: Hier haben Tabakpflanzen optimale Bedingungen: Sandige, lockere Humuserde. Das Loch für den ersten Setzling ist bereits gehackt.

Die mitteleuropäischen Böden sind meistens hinreichend von Nährstoffen für die Tabakpflanze durchdrungen. Je nach früherer Bepflanzung kann allerdings ein Mangel vor allem an Phosphat und Stickstoff sowie an dem wichtigen Spurenelement Bor auftreten, umgekehrt enthalten Wiesenumbrüche meist zu viel Chloride. Für eine gute Tabakqualität sollte daher nach dem Auspflanzen Nicota-Tabakdünger verwendet werden, der alle Nährstoffmängel ausgleicht und zu einem gleichmäßigen, kräftigen Wuchs führt.

Auf die Vorfrüchte, die im Jahr zuvor gepflanzt wurden, muss beim Tabak kaum geachtet werden: Tabak kann nach fast jeder Pflanze angebaut werden. Dennoch gibt es besonders geeignete Vorfrüchte: Mais, Getreide, Hackfrüchte, besonders geeignet sind Stoppelrüben, die dem Boden viel Chlor entziehen. Das Chlor schadet dem Wachstum zwar nicht, lagert sich aber in den Blättern an und führt zu schwer brennbaren Blättern. Weniger geeignete Vorfrüchte sind daher alle Pflanzen, die Chlor im Boden anreichern, also Rotklee, Luzerne oder umgegrabener Rasen.

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