Junge Geudertheimer-Tabakpflanze aus Hochzuchtsaatgut
Geudertheimer-Pflanze

Wissenspool

Pressen der Wickel

Die Umblätter werden auf der Arbeitsplatte nun so hingelegt, dass die Stelle, wo ursprünglich die Spitze des Blattes war, nach links zeigt: Die Nebenrippen zeigen stets nach links oben, die Stelle der entfernten Hauptrippe liegt dem Zigarrendreher zugekehrt. Einige Umblätter ausreichend für eine Zigarre oder ein Zigarillo werden nun gestapelt und in die linke Hand genommen. Nun wird ein Bündel Einlageblätter genommen, der Länge nach auf ein Umblatt gelegt und mit den Fingerspitzen das Umblatt herum gerollt. Hat das Umblatt Löcher oder ist beschädigt, wird innen ein Stück Umblattabfall eingelegt und mit hinein gewickelt. Beim Einrollen sollte die Einlage gut zusammengedrückt werden, um eine feste Zigarre zu erhalten. Je nach Feuchtigkeitsgrad der Einlage wird mehr oder weniger stark gerollt: Trockene Einlangen müssen stärker gepresst werden als feuchte, seidige Blätter: letztere kleben zusammen und erschweren später den Luftzug. Während des Einrollens kann die Einlage ruhig brechen, man rollt dann etwas fester ein, die Zigarre behält dennoch Luft.

Die gerollte Zigarre sollte in etwa die Größe und Form wie die Einlagestellen der Zigarrenpressform haben: Die Wickel werden in die Presse eingelegt. Wenn sie voll ist, wird sie verschlossen und mit einer Schraubzwinge mindestens sechs Stunden lang zusammengedrückt. Die Pressung kann auch länger vorgenommen werden, wobei die Wickel dann 3-4 Mal täglich gewendet werden, um eine besonders gute Form zu erhalten.

Steht keine Presse zur Verfügung, kann behelfsmäßig ein langer Streifen festes Papier (nicht Kunststoff oder andere luftundurchlässige Materialien) verwendet werden. Das Papier sollte außerdem unbedruckt sein wie z.B. Packpapier. Dazu legt man den Papierstreifen von links unten nach rechts oben vor sich auf die Arbeitsplatte und rollt darin den Zigarrenwickel schräg ein. Der Papierwickel kann nun durch nachdrehen etwas zusammengezogen und mit Klebefilm fixiert werden. Die Presszeit beträgt etwa zwei Tage - mehr lohnt nicht, da Papier zu nachgiebig ist und sich selbst an die Zigarrenform anpasst.

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