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Schwimmende Pflanzenanzucht: Anforderungen an die Wasserqualität

An das Wasser als Nährmedium müssen besondere Ansprüche gestellt werden, da die sonst in der Erde vorhandenen Pufferungskörper fehlen. Die optimale Karbonhärte, die Sie von Ihrem Wasserversorger erfahren, entspricht dem weichen Leitungswasser und liegt bei 3-5,5° dH. Ist die Karbonhärte zu hoch, erkranken die Setzlinge durch den Kalziumüberschuss an Kaliummangel. Sie kann durch Zugabe von Regenwasser herabgesetzt werden: Mittelhartes Wasser (7-14° dH) wird 1:1 bis 1:2 mit Regenwasser gemischt, hartes Wasser 1:3 oder mehr. Eine Mischung 1:1, also gleiche Anteile von Leitungs- und Regenwasser, setzt die Gesamthärte dabei in etwa um ein Drittel herunter. Beispiel: Haben Sie Wasser von mittlerer Härte 9° dH, führt eine 1:1-Mischung mit Regenwasser zu etwa 6° dH. In diesem Fall kann also sogar noch etwas mehr Regenwasser verwendet werden.

Besonders wichtig ist der richtige pH-Wert des Wassers oder besser der fertigen Nährlösung: Das Wasser sollte neutral sein (pH-Wert = 7), darf jedoch zwischen pH 6 (leicht sauer) und pH 7,5 (etwas alkalisch) schwanken. Der Wert sollte deshalb für die fertige Nährlösung mit unseren pH-Teststäbchen nachgemessen werden. Ein Stäbchen wird dabei in die Lösung gehalten und verändert seine Farbe je nach Säuregehalt. Die Farbänderung wird mit einer Farbskala verglichen und der pH-Wert abgelesen.

Zu den Hintergründen: Ist der pH-Wert größer als 7,5 (alkalisches Wasser), reagieren später Phosphate und Kalziumkarbonat der Nährlösung zu schwerlöslichen Verbindungen, die sich am Wannenboden ablagern und dadurch den Tabakpflanzen neben Phosphor und Kalzium auch die wichtigen Spurenelemente Eisen, Mangan und Bor entziehen. Ein pH-Wert deutlich unter 6 hingegen (saures Wasser) führt zu Wurzelschädigungen und verringertem Wachstum.

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