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Größte Zigarette 1986
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Wissenspool

Zellulose und Lignin

Diese beiden Stoffe dienen ausschließlich dem Gerüstbau. Sie sind in Wasser unlöslich und werden durch Fermente der Pflanzen nicht angegriffen. Sie lassen sich daher nicht in Spaltprodukte zerlegen, die dem Ernährungskreislauf wieder zugeführt werden. Sie bilden vielmehr das Skelett der Pflanze und finden sich entsprechend vorwiegend in den Stängeln und Hauptrippen. Ihre Festigkeit ist sehr hoch.

Die Zellulose ist ein sehr großes Molekül aus Glucosebausteinen und ist ähnlich wie die Pentosane aufgebaut. Sie wird in der Pflanze weder durch chemische Reaktionen noch durch Fermentationsprozesse angegriffen oder in lösliche Form überführt - erst durch längere Einwirkung von konzentrierter Salzsäure (50%) gelingt es, Zellulose fast restlos in Glucose zu spalten.

Das Lignin ist ebenfalls ein sehr großes Molekül, die Baustoffe sind jedoch anderer Art als die der Zellulose. Beim Aufbau von Lignin sind die sogenannten Phenole beteiligt, ringförmig geschlossene Alkohole, die sich vom Benzol ableiten lassen. Wie bei den Pektinen können Restgruppen des Methanols und Methoxylgruppen nachgewiesen werden, die beim Lignin jedoch ätherartig an das Molekül gebunden sind, im Gegensatz zu den Pektinen, bei denen eine esterartige Bindung des Methoxyls vorliegt. Damit ist auch Lignin für das Auftreten von Methanol im Tabakrauch verantwortlich. Das Lignin lagert sich mit zunehmendem Alter in den pektinhaltigen Teilen des Zellgewebes ab. Hierdurch entsteht die Verholzung des Gewebes. Je mehr ein Handelstabak Rippen und Stängelteile enthält, umso größer ist sein Gehalt an Lignin.

Zellulose und Lignin bilden beim Glimmen außer einigen höheren Phenolen (beim Lignin) vorwiegend organische Säuren.

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