Setzling aus der schwimmenden Pflanzenanzucht
Setzling aus
Schwimmanzucht

Wissenspool

Grundlagen der Zigarrenherstellung

Die wesentlichen Werkzeuge fĂŒr die Zigarrenherstellung sind das halbmondförmige Chaveta-Messer zur Herstellung des Deckblatts und des Einlagetabaks, eine Arbeitsplatte bestenfalls aus Buchenholz, eine hölzerne Zigarrenpressform sowie pflanzlicher Zigarrenkleber.

Ein Chaveta-Messer hat eine halbrunde Klinge und schneidet die TabakblĂ€tter durch Abrollen der Klinge ĂŒber dem Blatt, was Einrisse an den Schnittkanten vermeidet. Als Arbeitsplatte zum Schneiden und Wickeln wird ein stabiles, aber dennoch nachgiebiges Holz verwendet, das die Klinge nicht stumpf macht und beim Anfeuchten nicht zu sehr aufweicht. Die Pressform fĂŒr die Zigarren dient der gleichmĂ€ĂŸigen Formgebung und fĂŒhrt zu Zigarrenformen, die von gekauften Zigarren kaum noch zu unterscheiden sind. Die mehrtĂ€gige Pressung ist sehr wichtig, da die Zigarre bei der Herstellung zunĂ€chst ungleichmĂ€ĂŸig geformt ist und an Stellen mit weniger Tabak schief brennt oder an zu dicht gerollten Stellen ausgeht. Sie sorgt fĂŒr eine gleichmĂ€ĂŸige Tabakdichte und fĂŒr Ă€sthetische Formen. Wir beschreiben aber auch eine Pressmöglichkeit ohne Zigarrenpresse.

Die Zigarre besteht aus der Einlage, dem Umblatt und dem Deckblatt. Der Einlagetabak wird mit dem Umblatt umwickelt, weshalb beides zusammen Wickel genannt wird. Aus dem Einlageblatt mĂŒssen die "fetten" Rippen, insbesondere die Hauptrippe entfernt werden, um einen bitteren Geschmack und schlechten Abbrand zu vermeiden. Dazu wird das Tabakblatt angefeuchtet, indem ein feuchtes Tuch auf den Tisch oder auf den sauberen Fußboden gelegt wird, auf das die TabakblĂ€tter kommen und z.B. mit einem ZerstĂ€uber zusĂ€tzlich angefeuchtet werden. Anschließend werden die BlĂ€tter in das Tuch gewickelt und einen Tag liegen gelassen. Danach lassen sie sich bequem mit einem scharfen Messer entrippen.

Zur Weiterverarbeitung wird eine "Knisterprobe" gemacht: Man greift in den trocknenden Tabak hinein und drĂŒckt ihn in der Hand. Knistert er stark, so ist der richtige Trocknungsgrad erreicht. Er muss so trocken sein, dass er gerade zerbrechen wĂŒrde, wenn man ihn drĂŒckt, aber dennoch so feucht, dass er nicht zerbricht.

Weitere Infos im Tabakanbau-Forum

ZURÜCK ZUM WISSENSPOOL

© 2000-2023 Tabakanbau.de. Bilder + Texte sind urheberrechtlich geschützt. Vervielfältigung nur mit schriftlicher Zustimmung von tabakanbau.de! Zuletzt geändert: 27.09.2003.